Angelverbot Möhnesee

Freizeitaktivitäten auf dem Möhnesee gefährden Tiefenwasserbelüftung

Der Ruhrverband beginnt am 25. August mit der so genannten Tiefenwasserbelüftung der Möhnetalsperre. Dabei wird über perforierte Leitungen reiner Sauerstoff in die tiefste und kälteste Wasserschicht eingeperlt, damit die fischverfügbaren Sauerstoffgehalte in einer Tiefe von unter 20 Metern erhöht werden und einem eventuellen Fischsterben vorgebeugt werden kann. Im Bereich der Sauerstoffanreicherungsanlage, deren End- und Zwischenstücke mit orange-gelben, etwa basketballgroßen Bojen markiert sind besteht die akute Gefahr, dass sich Angelhaken an den Leitungen, Schläuchen und Seilen verfangen und die Leitungen beschädigen. Hinzu kommt, dass die Fische durch den Sauerstoffmangel bereits einer Stresssituation ausgesetzt sind, die durch Angeln in diesem Bereich verschärft würde. Das Wohl der Tiere als auch der sichere Zustand der Anlage besitzen für den Ruhrverband absolute Priorität.
Der Ruhrverband spricht für diesen Bereich daher ein Angelverbot aus. Konkret: Die imaginäre Linie zwischen den zwei tiefen Buchten am Nord- und Südufer der Talsperre in westlicher bzw. nordwestlicher Richtung darf nur noch ohne anglerische Tätigkeit überfahren werden. Ein Festmachen von Booten an den Bojen der Anlage ist allerdings auch für andere Bootsführerinnen und -führer ab sofort untersagt. Beide Buchten können gut auf dem See ausgemacht werden und dienen daher als „natürliche Begrenzung“. Alle weiteren Bereiche des Möhnesees dürfen analog zu den üblichen Angelbestimmungen weiterhin befischt werden.
Grafik: Der Verlauf der Sauerstoffleitungen (blau), der Messboje (gelb) und der „imaginären“ Grenze im Überblick. (Quelle: GOVDATA Das Datenportal für Deutschland / Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0)

 

25.08.2021